Jenseits der Donau

Was für ein Einsatz: Gottfried Süß räumt über 200 Fahrräder aus seinem Laden, plant wochenlang im Voraus ein Event mit mehreren Bands, selbstgemachten Speisen und Getränken – und dann kommen unzählige Gäste zu einem ganz besonderen Abend, dessen Reinerlös dem Förderverein Kaya-Emanuel e.V. für die Bildungsarbeit in Burkina Faso zu Gute kommt.

Chormitglied Bettina kommt regelmäßig aus Scheppach zur Chorprobe von Crazy Little Sing in Gundelfingen. Sie stellte nicht nur den Kontakt zu Gottfried Süß und seinem Radladen-Konzert her, sondern kümmerte sich eigentlich gleich um die ganze Organisation – und entsprechend neugierig waren wir, als wir uns zu zehnt zu unserem ersten Auftritt jenseits der Donau machten. Also vom Landkreis Dillingen (DLG) in den Landkreis Günzburg (GZ) reisten.

Jetzt weiß ich, wofür DLG steht: Die lieben Gundelfinger

Gottfried Süß

Dass es sich hier um eine echte Herzensangelegenheit handelt, war sofort erkennbar: liebevoll dekoriert, stimmungsvoll beleuchtet, weise bestuhlt. Hier wusste jemand, was er tat, warum und für wen. Der Saal bzw. Verkaufsraum war bereits eine halbe Stunde vorab prall gefüllt und bald wohl temperiert für die Trommelgruppe „Djabayomi“ von Jürgen Langer. Publikum und Hausherr waren anschließend gespannt auf unseren Pop-Chor, von dem sie bis dato noch nie gehört hatten – und wir waren es auch. Doch bereits nach dem ersten Song war eine Verbindung da und mehr als wohlwollender Applaus trug uns durch unsere drei regulären Titel, ehe sich beinahe ein kleiner Begeisterungssturm entwickelte, nachdem wir uns mit nur neun Sängerinnen und Sängern an einen Gospel gewagt hatten.

Aber das ist nun mal das Konzept von Crazy Little Sing: Singen zwischen Spaß und Ernst, mit einer Portion Wahnsinn und einer Prise Größenwahn. Vor dem Gig hatte ich ein paar alte Stofftaschen recyclet. Weil diese ja oft nur einseitig bedruckt sind, habe ich kurzerhand hinten Werbung für unseren Chor aufgebracht. Very limited edition also:

Nach uns übernahm die Band „Smile a While“ mit der wunderbaren Sängerin Yasmin Söll die Bühne, ehe der Initiator selbst zur Gitarre griff und den Schlusspunkt einleitete: ein gemeinsam gesungenes „Freiheit“ (Marius Müller-Westernhagen). Am Ende brachte dieser Abend dem Verein Kaya-Emanuel, der sich für die Bildungsarbeit in Burkina Faso einsetzt, Spenden in Höhe von 3200 € ein. Wir sind glücklich und stolz, ein Teil davon gewesen zu sein.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert